Genuss trifft Fußballgeschichte ⚽🍷

Shownotes

In dieser Episode wird’s persönlich, spannend und überraschend emotional: Gastgeber und Sommelier Michael begrüßt zwei besondere Gäste am Tisch – Andy und Dieter. Gemeinsam bringen sie nicht nur ein außergewöhnliches Genussprodukt mit, sondern auch eine Geschichte, die unter die Haut geht: das Buch „15 Sekunden Wembley“.

Was passiert in den entscheidenden Sekunden eines Elfmeters, wenn plötzlich eine ganze Karriere im Kopf abläuft? Andy nimmt uns mit zurück in diesen legendären Moment der EM 1996 – voller Druck, Emotionen und unvergesslicher Erinnerungen.

Doch es bleibt nicht nur beim Fußball: Die Runde spricht über prägende Stationen von Frankfurt bis Turin, über die Zeit nach der Profikarriere und darüber, wie Genuss, Reisen und gutes Essen heute eine neue Rolle spielen. Natürlich darf auch der kulinarische Teil nicht fehlen – vom Rheingau-Riesling bis hin zu italienischer Küche und familiären Lieblingsgerichten.

Eine Episode über Leidenschaft, Wendepunkte im Leben und die Frage, was wirklich bleibt – am Spielfeldrand und am gedeckten Tisch.

Appetit holen. Zuhören. Genießen. 🍽️🎙️

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Transkript anzeigen

00:00:01:

00:00:07: Table Talk.

00:00:08: Wir bringen alle an einen Tisch!

00:00:10: Hallo und herzlich willkommen hier beim Table Talk, mein Name ist Michael ich bin Sommelier und der Gastgeber und habe wie immer ganz tolle Gäste bei mir heute den Andy und den Dieter.

00:00:19: Schön dass ihr da seid.

00:00:20: Ja vielen Dank für die Einladung.

00:00:21: wir freuen uns sehr.

00:00:22: Ich bin auch schon ganz gespannt alleine weil das was ihr heute mitgebracht habt als Genussprodukt mal nichts aus dem Formata Stores sondern ein

00:00:29: Buch.

00:00:29: Genau wir freuen sich hier zu sein und wenn man es so nennen mag, mein Buch.

00:00:37: Ja wir sind sehr stolz drauf.

00:00:38: der Dieter hat's geschrieben.

00:00:40: ich habe ihm eine Menge erzählt und ja wir freuen uns

00:00:44: genau und ich muss auch sagen dass fast alle dies bisher gelesen haben gesagt haben sei ein Genuss dieses buch zu lesen sei sehr flüssig geschrieben.

00:00:49: also Macht Spaß.

00:00:51: Ein Lustig

00:00:51: geschrieben ist natürlich wahnsinnig passend, sehr schön!

00:00:55: Ja wir haben zum Glück ein bisschen mehr Sekunden Zeit als nur fünfzehn.

00:00:57: aber was erlebt man in den Fünfzehnten der Kunden?

00:00:59: für die, die es noch nicht gelesen

00:01:00: haben?

00:01:00: Also diese fünfzehnt Sekunden sind natürlich angelehnt an den Elfmeter, neunzigzechsundneinzig im Wembley-Stadion.

00:01:05: Mir kamen diese fünf Zehn Sekunden eigentlich eher vor als wenns fünf Stunden gewesen weil ich habe gedacht oh irgendwie muss der Ball rein.

00:01:13: und ja ich hatte ein absolutes Kopfkino in diesen fünfzehen Sekunden und deswegen haben wir auch gesagt ja wir nennen das Buch Fünfzehn Sekunden Wembley, weil da ist praktisch meine ganze Karriere mit drin gewesen im Kopf in diesen fünfzehn sekunden.

00:01:26: Es sind ja auch drumherum einige Titel so aufgelaufen wurden eingesammelt in ganz unterschiedlichen Vereinen und ganz unterschiedliche Wettbewerben.

00:01:34: aber das war schon eines der absoluten Highlights.

00:01:36: Ja, das kann man so sagen.

00:01:38: Es war eine unglaubliche Drucksituation für mich.

00:01:43: Man muss auch wissen ich bin kein ausgewiesener Elfmeterschütze und ja vorher haben wir alle Elfmeter verwandelt gehabt als Berthi Vogts zu mir kam und mich gefragt hatte wie sieht es denn mit dir aus?

00:01:55: Und ich ihm gesagt habe ja Trainer wenn sie wollen dann mache ich ihn rein.

00:01:58: und dann hat er zu mir gesagt okay dann bist du der nächste.

00:02:01: ihr hast einfach ne schöne Geschichte.

00:02:03: Ich hab's im Buch natürlich noch besser Ausgeholt besser beschrieben, das hat der Dieter hervorragend wiedergegeben.

00:02:10: Also es ist ein sehr unterhaltsames Buch.

00:02:12: aber ich muss auch sagen genau diese Europameisterschafts-Sixundneinzig Gott sicherlich zu meinen Highlights in der Karriere.

00:02:20: Jetzt sind wir hier natürlich im Taunus und schauen nach Frankfurt runter.

00:02:23: von daher haben ganz viele Hörer von Antenne Wiesbaden wahrscheinlich ja den Bezug nach Frankfurt.

00:02:28: deswegen die Frage ein bisschen gemeint Was war die schönste Vereinszeit?

00:02:31: Wo war sie

00:02:33: Also auf die Eintracht vielleicht angesprochen.

00:02:37: Ganz klar, ich habe meine Ausbildung bei der Eintrag bekommen und bin in der Jugend dort hin.

00:02:45: Es war eine fantastische Zeit!

00:02:47: Ich habe auch den Profi-Vertrag bei der eintrachten unterschrieben also ich sage mal das Profi sein bei der ein Nacht gelernt und dann ging es halt so ein bisschen in die weite Welt hinaus.

00:02:56: Es kam Borussia Dortmund, es kam Juventus Turin.

00:03:00: Ich habe auch zum Schluss noch bei Schalke gespielt und natürlich die vielen Länderspiele.

00:03:04: aber ich habe heute noch einen sehr großen Bezug zur Eintracht.

00:03:08: Ich lebe hier im Rhein-Main-Gebiet und deswegen schaut man immer drauf!

00:03:11: Ich wollte nur etwas sagen, als Co-Autoer ist mir aufgefallen.

00:03:14: Also das vielleicht für den Mensch an die Mölle die Zeit in Italien, die allerschönste war.

00:03:18: Er hat unheimlich geschwärmt davon und hatte immer ganz leuchtende Augen gehabt wenn er von Italien erzählt hat um bei Genusse mehr schnell auch bei Bella Italia was es da alles an schönen Sachen gibt.

00:03:27: also ich glaube dass hast du sehr zu schätzen gewusst die Zeit dort.

00:03:30: Dann stelle ich doch direkt dazu die passende Frage.

00:03:32: Wenn man so das Buch gemeinsam schreibt stell ich mir vor man sitzt da gemeinsam Wädet ganz viel über das, was ins Buch rein muss.

00:03:38: Über das an, was man sich erinnert, was einem einfällt und dabei eine Flasche Wein?

00:03:42: Ist die dann aus dem Rheingau oder ist sie aus Italien?

00:03:45: Ich muss dazusagen ich bin Weintrinker.

00:03:47: Ich trinke sehr gerne Wein und gerade hier aus dem Reingau wir haben hervorragende Weine und gerade jetzt kommt ja auch bald die Spargelzeit zum Beispiel einen schönen Riesling hier ausm Rheingao.

00:03:58: also das kann nicht nur jedem empfehlen In Italien gibt es auch schöne Weine, gar keine Frage.

00:04:06: Auch ein fantastisches Essen muss man dazusagen.

00:04:09: und deswegen der Dieter hat es richtig gesagt die zwei Jahre in Turin waren für mich natürlich dann nicht nur sehr schön sondern auch sehr erfolgreich.

00:04:19: Ich hake bei der gewissen Frage trotzdem noch mal nach Der liebste Wein ist also nicht der Apfelwein, sondern schon der Traubenwein.

00:04:25: Nein!

00:04:25: Ist ein Riesling hier aus der Region, hier aus dem Rheingau und schön gekühlt und dann ein gutes Essen dazu?

00:04:31: Also da gibt es nichts Besseres.

00:04:32: Ich muss sagen ich bin auch großer Rheingauffan, also Rieslingen zu trinken und es gibt ja inzwischen auch ganz gute Rote aus dem Reingau eine angenehme Begleiterschein der Klimaerwärmung und so.

00:04:43: aber italienische Weine schätze sich aber auch.

00:04:45: Ja.

00:04:45: und vom Essen dazu darf es also auch an der Stelle etwas internationaler und bunter sein als jetzt nur der Handkäse.

00:04:51: Und die grüne Sauce?

00:04:53: Das mögen wir auch, gar keine Frage!

00:04:55: Als Frankfurter gehört einfach dazu – das esse ich auch sehr gern gerade die grünen Sauce oder hat meine Mutter selber gemacht früher.

00:05:02: Natürlich auch klar italienische Speisen, mediterranes Essen und so.

00:05:08: Gerade als Fußballer muss man da schon schauen was man da ist.

00:05:13: Wenn man den aktiven Fußball dann nicht mehr betreibt, vermisst man dann den Genussfußball diese spannenden fünfzehn Sekunden oder hat man vielleicht in der Zeit als Spieler dem kulinarischen Genuss vermisst?

00:05:24: Also mir fiel das sehr leicht muss ich sagen.

00:05:28: Ich habe mich zum Schluss schon sehr leer gefühlt.

00:05:32: Ich hab mit sechsunddreißig aufgehört.

00:05:35: Ich kann mir so ein bisschen vor wie eine ausgequetschte Zitrone.

00:05:38: ganz ehrlich, da war überhaupt kein Saft mehr drin.

00:05:40: Man hat keine Motivation mehr.

00:05:43: Diese achtzehn Jahre als Fußballprofi die ging auch wahnsinnig schnell vorbei und danach hat für mich dann ein neues Leben begonnen und ich habe mich anderen Sachen gewidmet, auf die man vielleicht nicht so Rücksicht hätte nehmen können als Profi.

00:06:01: Ich bin viel gereist, ich hab nur viele Länder angeguckt also nicht immer nur Flughafen und Stadion wenn man irgendwo war mit der Nationalmannschaft unterwegs sondern man hatte auch mal Zeit ja?

00:06:12: Ich habe auch mehr Zeit für die Familie und das war eine super Zeit.

00:06:18: aber ich wusste Das Leben ist mit sechs und drei, sieben, dreißig nicht vorbei.

00:06:24: Das heißt wie sieht so der normalen Tag?

00:06:26: So nach so einer Fußballerkeit aus?

00:06:28: da war ganz viel Nachwuchsarbeit ja beispielsweise noch drin gewesen.

00:06:31: Wieviel Platz es dann aber für den kolonarischen Lust?

00:06:33: Wieviel hat man Zeit zu kochen Sachen auszuprobieren?

00:06:36: Ja eine Menge!

00:06:37: Man wird heute noch unglaublich viel eingeladen.

00:06:39: also ich nehme oft an Veranstaltungen teilen und danach geht's halt zum Essen.

00:06:48: Ich will es mal so sagen, ich habe natürlich auch während meiner Karriere gut gegessen und hab auch tolle Restaurants besucht.

00:06:55: Also gar keine Frage.

00:06:58: aber jetzt ist das so... Wir haben hier in der Region natürlich auch ein Angebot an Restaurants und an kulinarischen Feinschmeckersachen.

00:07:10: deswegen Ja, ich bin da hellhaft begeistert und ich setze mich auch.

00:07:15: Ich tappe mich manchmal, ich setz mich auf wirklich ins Auto und fahre viele Kilometer um halt auch mal was Neues auszuprobieren ein neues schönes Restaurant oder eine andere Region oder ja.

00:07:25: deswegen.

00:07:26: aber man bekommt halt klar weil man halt auch prominent ist halt viel Einladung und der wird natürlich dann auch mal richtig aufgetächt.

00:07:34: das kommt auch schon vor.

00:07:35: Und wenn Gäste kommen, was wird zu Hause aufgetischt?

00:07:37: Wer steht dann in der Küche und was wird gemacht?

00:07:39: Meine Frau ist eine hervorragende Köchin muss ich sagen.

00:07:42: Sie ist wirklich international, sie kann fast alles kochen.

00:07:47: Was wir nicht machen, ist Sushi zum Beispiel das machen wir nicht zuhause aber ansonsten am besten ist es natürlich das Wiener Schnitzel, ein Traum also da muss sich auch nicht irgendwo hingehen dass er sich am liebsten zu Hause.

00:07:59: Ansonsten aus der Vergangenheit muss ich auch sagen, meine Mutter ... Ich hab ja ungarische Wurzeln.

00:08:04: Das wissen die wenigsten.

00:08:05: Meine Mutter hat einen ungarischen Gulasch gemacht also hast du dir die Hände, die Finger abgeschlägt.

00:08:11: danach so lecker.

00:08:12: Musst dann halt wieder Sport

00:08:14: machen!

00:08:14: Wollte nur sagen er ist aber immer noch schnell.

00:08:16: Ich habe gegen den Tennis gespielt und zwar acht war verloren, aber er ist immer noch schneller.

00:08:20: Er hat alle Welle aus den Ecken raus.

00:08:22: Zwischen Karriereende und dem Erschein des Buches lagen hier stolze zwanzig Jahre?

00:08:26: Was hat denn da solange

00:08:27: gedauert?!

00:08:28: Ja, die Frage haben wir uns auch gestellt und ich muss sagen also dass jetzt erst dieses Buch kommt.

00:08:36: Eigentlich tut es mir ein bisschen leid aber trotzdem habe ich gemerkt in dieser Zeit danach das halt viele, viele Fußballfans, viele Fussballinteressierten mich immer noch fragen An die wie war das in den Neunzigern?

00:08:48: Wie war Franz Beckenbauer, was war da in Turin?

00:08:51: oder war die verpasste Meisterschaft?

00:08:54: und so kamen die Idee dass ich einfach nochmal diese spannende Zeit.

00:08:58: Das sind ja eigentlich die neunziger Jahre, die wir wiedergeben.

00:09:04: Die beste Zeit war hier in den neunzigeren.

00:09:05: Und dann bin ich mit der Idee zum Dieter gegangen und der Dieter hat gesagt, ja klar!

00:09:09: Ich bin Fußballer.

00:09:10: Ich kenne dich.

00:09:11: Ich habe dich immer verfolgt als Frankfurter und das ist für mich auch eine Herzensangelegenheit.

00:09:18: Und ich hab mit dem Dieter den idealen Autor gefunden, der auch meine Eltern schon gekannt hatte, der selber Fußball gespielt hat – in einem kleinen Verein im Vorort von Frankfurt.

00:09:31: Dann hat die Chemie sofort gestimmt und wir hatten eine lustige

00:09:34: Zeit.".

00:09:34: Eine kurze Ergänzung an die hat eigentlich fast alles gesagt.

00:09:37: Also ich kann Ihnen schon als kleinen Bub, das war natürlich viel ausgemacht, dass wir ihn schon so lange kennen ist seine Karriere verfolgt haben.

00:09:43: aber was es noch sagen wollte, was für mich überraschend war, dass ein Fußballstar so intensiv am Text arbeiten kann.

00:09:50: Das ist wirklich... er hat sich ja richtig reingekniet und wir haben es wirklich quasi mit fünf Waschgängen so gereinigt, dass es wirklich alles klingt wie gesprochene Sprache.

00:09:59: Wie er hier ins Mikrofon spricht So ähnlich klingt es auch im Büro, der eigentlich genauso klingt wie im Büren.

00:10:04: Das war auch ein Stück Arbeit aber das hat riesen Spaß

00:10:07: gemacht.

00:10:07: Aber damit authentisch unterhaltsam und locker zu lesen?

00:10:11: Flüssig zu lesend war, glaube ich, wohin der Ausdruck...

00:10:12: Das war der Ausdrück genau!

00:10:13: Und wir haben uns so bei Beckenbauer-Zitaten, den er ganz gut nachmachen kann, auch Steffi haben wir uns manchmal richtig schlappgemacht man Sie Zitat um die Ohren gehauen haben.

00:10:22: Ja eine große Auswahl an Feinkost an hervorragenden Wein, dass ist ja so ein bisschen mein mit hier, aber natürlich auch einen ganz tollen Fleisch.

00:10:27: in Ziefut haben wir auch

00:10:28: von Nara.

00:10:29: Von daher haben wir immer Spruch zum Ende und vielleicht mögt ihr ihn ergänzen.

00:10:33: Appetit!

00:10:34: Hol zu dir bei von Nara

00:10:35: Aber gegessen wird Zuhause.

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