Genuss, Zeit & Herzenswärme – wenn gutes Essen verbindet
Shownotes
In dieser Episode von Tabletalk wird die Wohnküche zum Treffpunkt für ehrliche Gespräche, gutes Essen und große Themen. Genussexperte Michael Kietzman begrüßt Angelo Bonelli und Dennis Wittmer.
Bei Ragù, Pasta und Thunfisch geht es um die Frage, wie Genuss im Alltag aussehen kann: schnell und unkompliziert unter der Woche, bewusst und zelebriert am Wochenende. Angelo erzählt von Familienmomenten zwischen Kochtopf und Kinderlachen, Dennis von hochwertigen Zutaten, die mit wenig Aufwand Großes leisten.
Doch schnell wird klar: Diese Folge handelt von mehr als Essen. Mit ihrem Projekt Herzenswärme setzen sich Angelo, Dennis und ihr Mitstreiter Uwe für Inklusion in Wiesbaden ein. Sie sprechen über Zeit als wertvollstes Geschenk, über Gemeinschaft, Verantwortung und darüber, wie gemeinsames Kochen Menschen verbindet.
Eine Episode über Reduktion aufs Wesentliche, über Wertschätzung – und darüber, warum Genuss am schönsten ist, wenn man ihn teilt.
Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:06: Tabletalk.
00:00:08: Wir bringen
00:00:09: alle an einen Tisch.
00:00:10: Ja, hallo und herzlich willkommen beim Tabletalk hier in der Wendküche von Vonara.
00:00:13: Mein Name ist Michael, ich bin Sommelier hier bei Vonara und ich habe mir zwei Gäste eingeladen, und zwar den Angelo Bonnelli und den Dennis Wittmar.
00:00:21: Schön, dass ihr da seid.
00:00:22: Hi,
00:00:22: Servus.
00:00:23: Wie geht's euch?
00:00:24: Gut,
00:00:24: viel los.
00:00:25: Aber wir freuen uns heute hier zu sein.
00:00:27: Bei Essen und Trinken sind immer dabei.
00:00:29: Sehr gut, ich wollte grad fragen, ihr wisst aber, um was es geht?
00:00:31: Ungenuss.
00:00:32: Ungenuss.
00:00:32: Irgendwie das Thema, was ja den ganzen Dezember auch irgendwo bezeichnet.
00:00:37: Und es ist ja wohl eine gute Tradition, dass ihr einmal durch den Store geht und entweder schon ein Lieblingsprodukt mitnimmt oder euch irgendwas aussucht, was ihr vielleicht noch nie gesehen habt.
00:00:44: Was habt ihr dabei?
00:00:45: Also ich habe einmal das Ragout à la Bonne Nese dabei.
00:00:49: Damit verbinde ich tatsächlich auch ein bisschen was.
00:00:51: Ich bin ja dreifacker Papa, wie du weißt.
00:00:54: Und wenn meine Freundin ausgeflogen ist, muss ich natürlich auch für die Nahrung sorgen.
00:00:59: Und gerade für die Großen, für die Neuen und Fünfjährige ist es dann super einfach, dass die einzige Bolognese, die sie essen, und die muss ich einfach nur in den Topf werfen und warm machen.
00:01:09: Und die schmeckt unfassbar gut.
00:01:10: Und dazu habe ich mir noch ausgesucht, wenn ich mir das zeigen darf, Butternudeln, Fettotine, in dem Fall, die innerhalb von ein, zwei Minuten im warmen Topf schon fertig sind.
00:01:20: Und die schmecken den Kindern hervorragend gut und deswegen habe ich da auch eine emotionale Bindung
00:01:25: dazu.
00:01:25: Okay, also das heißt, bei dir wird zwar Genuss sehr groß geschrieben, aber wir können sehr kurz umgesetzt werden.
00:01:30: Ja,
00:01:31: natürlich, aber
00:01:31: gerade manchmal
00:01:32: muss es sehr schnell gehen und deswegen, wir kennen euch da jetzt auch schon ein bisschen länger und der Dennis hat das noch höherwertigeres und was, glaube ich, auch mit ein bisschen mehr Aufwand verbunden ist dabei.
00:01:44: Aber ich glaube, Genuss muss nicht immer teuer sein und es muss auch nicht immer lange dauern.
00:01:50: Aber schauen wir, was hast du dabei?
00:01:51: Vom Zeitaufwand ist es, glaube ich, der gleiche Zeitaufwand.
00:01:54: Ein, zwei Minuten und ein Ragu dazu.
00:01:56: Ich habe einen Zuko gewählt aus den Dolomiten.
00:01:59: Das schmeckt mir wirklich die Regionalität raus, würde ich was sagen.
00:02:03: Also als wäre man live dabei und wird es direkt von der Ernte auf Teller bekommen, bin ich mega.
00:02:09: Habe ich schon sehr oft gegessen.
00:02:11: Und ich habe vor kurzem dazu einen Toonfish-Stay gemacht und ein paar Nudeln.
00:02:14: Die Nudeln habe ich jetzt im Lager stehen lassen.
00:02:16: Deswegen habe ich nur das Toonfish-Stay genommen.
00:02:19: Ja, ein, zwei Minuten von jeder Seite und dann ist es perfekt.
00:02:21: Man kann eigentlich nicht viel falsch machen, obwohl es so ein schweres Produkt ist.
00:02:25: Schmeckt aber einfach ziemlich gut.
00:02:27: Ein paar Nudeln dazu, vielleicht noch ein Burata dazu und dann...
00:02:30: Mehr braucht man nicht.
00:02:31: ...braucht
00:02:31: man nicht mehr.
00:02:32: Vom Zeitaufwand her, glaube ich, geben sich die vier Produkte in der Konstellation nicht viel.
00:02:37: Ja,
00:02:37: eigentlich ziemlich reduziert alles.
00:02:40: Vom Zeitaufwand, aber auch von den Zutaten her, aber manchmal müssen es einfach gute Zutaten sein.
00:02:43: Ist das was, was eure Woche, euren Alltag beschäftigt?
00:02:46: Dass es einfach schnell, effizient... aber trotzdem mit einem gewissen Niveau oder gewissen Wertigkeit sein muss?
00:02:51: Also, nicht wirklich.
00:02:53: Ja, ich glaube, das ist schon was Außergewöhnliches, wenn wir hierher kommen und was einkaufen und uns das auch schmecken lassen.
00:02:58: Ich glaube, das ist was Besonderes, es soll auch was Besonderes sein, weil wenn man wirklich Genuss hat, dann muss man sich auch ein bisschen Zeit nehmen, da muss man Leute einladen, da muss man gesellig sein.
00:03:08: Man kann zwar auch zu zweit sein, aber mit mehr Personen und für viele Personen kochen macht vielleicht ein bisschen mehr Spaß.
00:03:13: Die Woche ist dann relativ einfach geprägt.
00:03:16: Schnell, einfach.
00:03:18: Und am Wochenende dann eher mehr Zeit genommen und eher zelebriert.
00:03:21: Ich glaube,
00:03:22: Dennis hat uns gerade eingeladen
00:03:23: zum Essen.
00:03:24: Ich habe es auch so verstanden hier.
00:03:26: Sehr gut.
00:03:27: Das Puntwichtdeg
00:03:27: liegt hier schon enthaut auf.
00:03:29: Wir können gleich
00:03:30: wieder Mittag machen.
00:03:32: Wie du vorhin schon gesagt hast, wenn jetzt so alle mit deren Familien auch zusammenkommen und dass ja so die Zeit auch, wo man sich mehr Zeit nimmt wieder.
00:03:41: Und gerade so in den letzten Wochen ist mir persönlich auch noch viel, viel mehr bewusst geworden, was Zeit mit den Menschen, die man dann auch liebt und die Menschen, die man mag, wenn man die Muße hat und sich die Zeit nimmt, mit diesen Menschen Zeit zu verbringen.
00:03:57: Und wie der Dennis Freund auch schon gesagt hat, wenn man dann zusammenkocht, ist das, glaube ich, was super stark verbindet.
00:04:02: Und Zeit ist ja so wertvoll und das ist eine perfekte Überleitung.
00:04:05: Ihr verschenkt ja Zeit.
00:04:06: Also ihr habt ja ein Projekt ins Leben gerufen, wo es um ganz viel Zeit, um ganz viel Wertschätzung, um ganz viel Qualität geht.
00:04:13: Ja, du sprichst jetzt die Herzenswerte.
00:04:15: Genau.
00:04:15: Wir sind ja eigentlich zu dritt.
00:04:17: In der Öffentlichkeit treten Dennis und ich fast immer zu zweit auf, aber es gibt noch jemand drittes, das ist der Uwe.
00:04:22: Und wir haben jetzt vor mittlerweile zwei Jahren die Herzenswärme gegründet und setzen uns für das Thema Inklusion im Wiesbaden
00:04:29: ein.
00:04:29: Jeder gehört dazu, habe ich so als Slogan rausgelesen.
00:04:32: Ist gut
00:04:32: informiert.
00:04:33: Ja.
00:04:33: Sehr gut, ja.
00:04:34: Ich muss
00:04:34: ein bisschen vorbereitet hier sein, wenn ich gestern empfange.
00:04:36: Ja, wir wollen treu und angepunkt im Wiesbaden werden, dass das Thema Inklusion angeht und jeder betroffenen Familie, jeder betroffenen Einheit die mit dem Thema verbunden ist, einfach ein Netzwerk bieten, Kapital bieten, wir sammeln ein, wir geben aus, das ist unser Ziel.
00:04:52: Das haben wir in den letzten zwei Jahren ganz erfolgreich, glaube ich, begonnen.
00:04:55: Wir haben ja unser großes Inklusionskinderfest, was nächstes Jahr übrigens am sechsten, sechsten auf dem Kranzplatz stattfindet und das ist so unsere Hochzeit, wo es dann stressig wird.
00:05:06: Noch mal zurück zum persönlichen Genuss.
00:05:07: Wenn ihr nachher auf dem Heimweg seid, kennt ihr das auch?
00:05:10: Irgendjemand ruft an oder ihr ruft jemand an mit der Frage, was gibt's halt abends?
00:05:13: Habt ihr das jetzt schon vor euch stehen oder seid ihr dafür gar nicht zuständig?
00:05:17: Also ich bin, ich würde sagen, zu seventy Prozent zuständig bei mir zu Hause.
00:05:21: Aber das ist dann eine spontane Sache, die heute Abend entschieden wird.
00:05:24: Also man macht sich Gedanken, aber umgesetzt wird es dann heute Abend.
00:05:28: Weil das ist auch immer so eine Sache, aber was habe ich Lust, wenn ich nach Hause komme?
00:05:32: Immer unterschiedlich, aber geplant wird das erst heute Abend.
00:05:34: Also bei mir ist es so, dass ich... Das hört sich jetzt typisch Italienisch an, aber ich bin irgendwie zu null Prozent zuständig, dass die Küche angeht.
00:05:41: Ich könnte es auch älterweise nicht gut, aber ich habe ein Einkaufszettel mitbekommen.
00:05:44: Und die Kinder haben sich tatsächlich die Bolognese für heute Abend gewünscht.
00:05:48: Die kriege ich natürlich auch noch hin.
00:05:49: Okay, also da ergänzte euch auch an der Stelle prima, denn eine entscheidet ganz spontan, was zu essen gibt, eine andere hat eine Liste und ist durchorganisiert.
00:05:56: Ja, wunderbar, da bleibt uns am Ende ja eigentlich nur noch zu sagen.
00:05:58: Kündurs holt man sich hierbei von Ara.
00:06:00: Aber
00:06:00: geht jetzt mit zu Hause.
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