Tabletalk – Die besten Gespräche finden in der Küche statt.
Shownotes
In dieser Episode von Tabletalk begrüßt Gastgeber und Sommelier Michael Kietzmann einen besonderen Gast: Sabine Schenk, Geschäftsführerin des Zwergnase Zentrums Wiesbaden, eines Zentrums für schwerstkranke Kinder.
Am Küchenblock – bei einem erfrischenden Spritz (alkoholfrei, versteht sich) – sprechen die beiden über Genuss, der weit über gutes Essen hinausgeht. Sabine Schenk gibt Einblicke in ihre tägliche Arbeit mit 72 Kindern, deren Zeit begrenzt ist, und erzählt, warum gerade kleine Momente, Atmosphäre, Licht, Geschmack und Nähe eine so große Rolle spielen.
Es geht um:
warum die Küche der ehrlichste Ort für Gespräche ist
Genuss als Haltung im Leben und im Arbeitsalltag
Verantwortung, Herzblut und die Kraft kleiner Glücksmomente
Essen, Trinken und das bewusste Innehalten
Eine ruhige, ehrliche und berührende Episode über Arbeit, die Sinn stiftet – und darüber, wie wichtig es ist, das Leben bewusst zu genießen.
🎧 Tabletalk – Wir bringen alle an einen Tisch
Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:06: Table Talk.
00:00:08: Wir bringen alle an einen Tisch.
00:00:10: Ja, hallo und willkommen beim Table Talk.
00:00:12: Ich bin Michael Kiezmann, euer Sommelier und Moderator und Gastgeber hier von Table Talk, unserem Format am Küchenblock, hier direkt bei von Nara in der Event Location.
00:00:21: Und wie immer habe ich einen tollen Gast dabei.
00:00:23: heute Sabine Schenk aus Wiesbaden von Zwergnase.
00:00:26: Schön, dass du da bist, Sabine.
00:00:27: Vielen Dank, dass ich hier sein darf in dieser wunderbaren Location mit einer wunderbaren Qualität im Hintergrund.
00:00:32: Und da freue ich mich, dass ich hier sein darf.
00:00:35: Die
00:00:35: besten Gespräche führt man ja immer irgendwie in der Küche, oder?
00:00:37: Ist das bei euch zu Hause auch so?
00:00:38: Ja, ich glaube, man sagt ja irgendwie immer, die besten Partys finden in der Küche statt.
00:00:42: Das ist gemütlich, es ist so ungezwungen, keiner muss darauf acht Lopper gerade sitzt.
00:00:46: Und dabei entstehen die besten Rezepte, weil man auch gar nicht so nachschaut und die Stimmung bei ... einem guten Glas Wein oder einem guten Getränk hier aus dem Store kann nicht besser sein.
00:00:57: Das ist eine tolle Überleitung.
00:00:58: Traditionell bringt ja jeder Gast uns etwas mit, was er aus dem Store kennt und liebt.
00:01:02: Was hast du dabei?
00:01:03: Ich liebe tatsächlich dieses Getränk Savivre.
00:01:06: Das ist ähnlich dem Aperol viel schicker, viel besser, viel farbenfroher.
00:01:11: Es hat einen eigenen Geschmack und ich glaube, da kann man die besten Mädelsabende verbringen, aber auch Männer dürfen unter Umständen dabei sein.
00:01:19: Da bin ich froh, dass du das sagst, Ansonsten hätte ich auch die alkoholfreie Variante dabei.
00:01:24: Wir nehmen die alkoholfreie Variante sehr gerne.
00:01:26: Starten wir mal damit.
00:01:29: Danke schön.
00:01:29: Dann haben wir auch was in Glas.
00:01:31: Das sieht schon wunderbar
00:01:31: aus, oder?
00:01:32: Ja.
00:01:33: Grapefruit ist ja die Zutat, die das Getränk zu demacht, was es ist.
00:01:36: Klassische Spritzgetränk.
00:01:37: Wir haben es jetzt mal pur im Glas.
00:01:39: Beziehungsweise das ist ja schon die fertige Mischung hier.
00:01:41: Saviv gespritzt quasi to go.
00:01:43: Und ich würde sagen zum Wohl.
00:01:45: Zum Wohl.
00:01:45: Vielen lieben Dank.
00:01:47: Ja, schön erfrischend, sehr aromatisch.
00:01:49: Jetzt sind wir zu meinem Winter, da könnten wir uns noch eine Zimtstange mit rein denken oder sowas.
00:01:53: Aber spätestens wenn jetzt die Sonne rauskommt, macht es natürlich auf jeder Party zu jedem Apparativ eine gute Figur.
00:01:58: Was gibt es bei dir bei euch üblicherweise so als Apparativ?
00:02:01: Also wir haben uns tatsächlich gerade auf dieses neue Getränk, diesen Savivre eingeschossen, weil es einfach gute Laune macht, weil es toll aussieht und einen sehr, sehr eigenen, sehr angenehmen Geschmack hat.
00:02:13: Und was gibt es bei euch dazu?
00:02:14: Wie wird da Genuss zelebriert bei euch zu Hause?
00:02:16: Wird das zelebriert?
00:02:18: Ja, schon.
00:02:18: Also, ich denke, wer viel arbeitet, muss auch genießen dürfen und darf das auf die unterschiedlichste Art machen und einen Store wie diesen im Hintergrund zu haben und zu wissen, dass eure Tiefkühlboxen wunderbare Nudeln hergeben, die man mit einer Triffelsauce und Zitrone essen kann oder auch das Brot, was man hier kaufen kann.
00:02:37: Also, da ist dann die Vorspeise und der Beginn des Abends schon einfach auf einem guten Weg.
00:02:41: Das braucht man auch gar nicht mehr als ein gutes Brot und Olivenöl dazu und ein tolles Getränk und die richtigen Leute.
00:02:47: Ja, das ist wohl richtig, genau.
00:02:48: Von den richtigen Leuten hängt immer ganz viel ab.
00:02:51: Du hast gesagt, wer viel arbeitet, muss sich das auch gönnen können.
00:02:55: Das trifft bei dir, glaube ich, ganz gut zu.
00:02:57: Solange wir uns jetzt kennen, erlebe ich dich immer wahnsinnig busy.
00:03:00: Wie sieht deine Woche aus?
00:03:03: Um es nicht in einem falschen Licht erscheinen zu lassen, ich liebe, was ich tue.
00:03:05: Das macht Marc aber auch der Inhalt der Arbeit sein.
00:03:09: Und das Wort Arbeit ist gar nicht so richtig.
00:03:11: Ich bin als Geschäftsführerin des Zwerg-Nase-Zentrum in Wiesbaden verantwortlich für seventy- zwei schwerstkranke Kinder.
00:03:18: Und da kann einem nur das Herz aufgehen, wenn man weiß, dass man mit seiner eigenen Mühe, mit Kontakten und mit all dem, was in diesem Alltag dazugehört, dafür sorgen kann, dass die lebensverkürzte Zeit, die unsere Kinder haben, gut gestaltet werden kann, dass wir sie vollpacken können und darauf achten können, dass neben den Beeinträchtigungen, neben den Einschränkungen und auch neben den Schmerzen ganz viele wunderbare Dinge entstehen können.
00:03:44: und die gehen nur, wenn man tatsächlich viel arbeitet.
00:03:48: viel dafür tut.
00:03:49: Ich sehe das bei euch, wenn ich zum Beispiel im Zentrum im Haus bin, dass da Genuss ja auch wirklich eine große Rolle spielt.
00:03:54: Also so schwer das Thema auch ist oder sein kann, umso wichtig ist es, dass man aber Genuss auch in den Alltag einbaut.
00:04:01: Damit meine ich gar nicht nur den kulinarischen Genuss.
00:04:03: Also ich denke, das ist komplett richtig.
00:04:04: Gerade bei unseren Kindern ist das Glück ganz oft ganz klein und das ist in einer Genusssituation enthalten.
00:04:12: und wie du sagst, es kann auf unterschiedliche Art und Weise sein, es sind verschiedene Lichter.
00:04:17: Effekte, die wir für die Kinder anbringen können, die ihnen ein Wohl fühlen.
00:04:21: Wohlgefühl geben können, wenn ein Licht ganz bewusst sehr warm und sehr kuschelig gehalten wird.
00:04:26: Es können bei Kindern, die nicht oral essen können, aber auch sein, dass man Geschmacksproben anbietet mit sehr intensiven Dingen.
00:04:35: Auch das ist eine Form von Genuss bis hin zu allem anderen, was jede Emotion berührt, aber auch ein körperliches Wohlgefühl herbeiführen kann.
00:04:43: Dann noch mal die Frage in den Feierabend rein.
00:04:46: Wenn es dann auf dem Heimweg ist, wer stellt die Frage, was gibt es heute Abend zu essen?
00:04:50: ich bin tatsächlich eher faul im Kopf, was das angeht und lasse entscheiden, was gegessen wird oder so und sage, okay, ist mir recht und so, aber Genuss ist in jedem Fall immer dabei.
00:05:00: Dann bleibt eigentlich nur noch zu sagen, Appetit, wozu ihr bei Vonara ...
00:05:03: Genau, gegessen wird zu Hause, gegessen wird bei Vonara und unbedingt hier in diesen Räumlichkeiten.
00:05:09: Ich danke dir, dass du da warst, danke für das Gespräch.
00:05:11: Vielen
00:05:11: lieben Dank, dass ich da sein durfte.
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